„Dos Españas“

Maxi E spricht mit Martín Valdès-Stauber über Spanien im Plural, Deutschlands Phantasmen von Südeuropa und die Rolle beider Länder für die Zukunft der Europäischen Union. 5-Minuten-Crashkurs „Spanische Geschichte“ inklusive.

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Der EU-Gipfel am vergangenen Wochenende hat es einmal mehr gezeigt: In Europa prallen nicht erst seit Kurzem „Frugal Four“ und „Südeuropa“ aufeinander. Kulturelle und historische Unterschiede zwischen immer neu definierten Gruppen von Staaten – „altes“ und neues, Nord- und Südeuropa –  erzeugen Spannungen zwischen den Staaten der Union, die in jeder Verhandlung neu zum Vorschein kommen. Nach dem Podcast-Beitrag über deutsch-italienische Hassliebe mit Ubaldo Villani-Lubelli sprechen Maxi E und Martín Valdés-Stauber darüber, wie Deutschland auf ein Spanien blickt, das es als Eines so gar nicht gibt. „Una de las dos Españas ha de helarte el corazón“, schreibt Antonio Machado in seinem Gedicht „Españolito“: Eines der beiden Spanien hat mir das Herz gefrieren lassen. Also doch nicht alles hitziges Temperament und Siesta? Jenseits von Castagnetten und Ballermann tun sich durch ein besseres Wissen um die inneren Spannungen beider Länder ungenutzte Möglichkeiten auf, gemeinsam für Europa zu agieren. Schließlich zeigen die Ergebnisse des gerade vergangenen Gipfels, dass Europa trotz der kritisierten Spannungen einen Schritt Richtung europäischer Staatlichkeit macht.

Weiterführende Lektüre:

Sebastian Schoepp: Mehr Süden wagen. Oder wie wir Europäer wieder zueinander finden, Frankfurt/Main: Westend Verlag 2014.

Walter L. Bernecker: Geschichte Spaniens im 20. Jahrhundert, C.H.Beck 2010.

Fernando Vallespìn: „Helft dem Süden, tut es Euch zuliebe!„, ZEIT Online 25.4.2020

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